Team Edwin2018-01-13T14:39:14+00:00

TEAM EDWIN – WEIL DAS WIR GEWINNT

UNSER DORF HAT ZUKUNFT

„Waldkirchen als Ort, wo die pfiffigen Ideen zu Hause sind“, so schrieb die Freie Presse am 26.10.2017.

Oder in einer Pressemitteilung des Landratsamts Vogtlandkreis konnte man lesen: „1. Platz – Mit dem Motto „Weil das WIR gewinnt“ präsentierte sich Waldkirchen und gewann mit 44,8 Punkten“

Waldkirchen ist das schönste Dorf im Vogtland 2017. Ein Ort, das es schaffte, angefangen von seinem Pfarrer Frank Pauli bis hin bis zum Bürgermeister der Stadt Lengenfeld Volker Bachmann zu Tränen zu rühren. Wie das alles kam? Nun einmal der Reihe nach…

Mitte Februar fand eine Sitzung des Ortschaftsrates Waldkirchen statt, der auch Bürgermeister Volker Bachmann beisaß. Er erzählte unter anderem vom Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und schlug vor, dass sich das Dorf doch bewerben soll. Die letzten Jahre hätten gezeigt, dass Waldkirchen einiges auf die Beine stellen kann. Der Wettbewerb erstreckt sich über drei Jahre. Er beginnt auf Kreisebene, der Sieger misst sich danach auf Landesebene mit den Gewinnern der anderen sächsischen Landkreise. Danach ziehen die ersten beiden Plätze in den Bundeswettbewerb.

Der Entschluss war gefasst und die Waldkirchner legten los. Und das in einem Tempo, mit dem sie selbst nicht gerechnet hatten. Von allen Seiten strömte für die Bewerbungsunterlage eine enorme Flut an Informationen. Aus der für die erste Runde geforderten Bewerbung in Ausführung einer geschriebenen A4-Seite, entwickelte sich eine 60-seitige Infomappe mit Fotos, Bildern und Erklärungen, rund um die geforderten vier Schwerpunkte Wirtschaft, Soziales & Kultur, Baugestaltung und Natur im und um das Dorf. Pünktlich am 05.05.2017 wurde die Bewerbung an die Zuständigen des Landratsamtes Vogtlandkreis übergeben.
Nun hieß es, den nächsten Schritt anzugehen. Für Mitte September kündigte sich eine 6-köpfige Kommission von Mitarbeitern aus den verschiedensten Sachgebieten des Landratsamtes an. Diese wollten Waldkirchen original erleben. Die Ausarbeitung eines Alleinstellungsmerkmal stand auf dem Plan. Aber was macht Waldkirchen nicht nur besonders, sondern einzigartig? Ein Blick auf die Landkarte und alles war klar. Waldkirchen ähnelt aus der Vogelperspektive einem Menschen. Langgezogen, den Kopf gefüllt mit Ideen, der Zentrierung von mehreren Handwerkern und der Kirche. Mittig der Bauch, voller Schmetterlinge, die das Wuseln der Kinder im Kindergarten und die Veranstaltungen im Bürgerhaus symbolisieren. Der Sport steckt in den Beinen. Beide Arme, die Schönbrunner und die Irfersgrüner Straße, sind in die angrenzenden Gemeinden ausgestreckt. So ist das Maskottchen Edwin entstanden. Aber warum der Name Edwin?
Edwin Schubert wurde 1893 geboren, verbrachte sein Leben in Waldkirchen, ist Zeitzeuge verschiedenster politischer Systeme und hat, wie kaum ein anderer, Waldkirchen im Wandel der Zeit erlebt. Er war viele Jahre Ortschronist vom Dorf. Zu seinem 100. Geburtstag 1993, wurde er zum Ehrenbürger ernannt. 1996, im Alter von fast 103 Jahren, verstarb er.

Edwin zog sich wie ein roter Faden durch die weiteren Vorbereitungen bis hin zum Besuch der Kommission. Unter anderem nahm ein seit Jahren in Angriff genommenes Projekt, das Erbauen eines Spiel- und Gemeinschaftsplatzes, konkrete Form an und wurde als zentraler Blick in die Zukunft unter dem Titel „Ein Zuhause für Edwin“ in die Waldkirchen-Tour eingebaut.

Die unbeschreibliche Unterstützung der Gemeinschaft war zudem dauerhaft spürbar und es wurde an allen Ecken und Enden mit Ideen, konkreten Hilfen und viel Freude an der Sache engagiert. Aus diesem Enthusiasmus entwickelte sich der heutige Slogan des Dorfs „Weil das WIR gewinnt“.

Drei Stunden sind für den Kommissionsbesuch angesetzt. Viel zu wenig für ein großes Dorf wie Waldkirchen. Wie könnte man den Besuchern den Zusammenhalt der Gemeinde untereinander und der damit verbundenen Lebensqualität, die Waldkirchen ausmacht und ausstrahlt, auf einfache Art näherbringen? Die Idee für einen Kurzfilm war geboren. Aber nicht einfach nur eine Art Dokumentation, sondern ein richtiges Drehbuch mit Geschichte und vielem Sehenswertem sollte es sein.

Am Samstag, dem 16.09.2017, gab es in Waldkirchen eine Vorab-Premiere des Films für die Dorfgemeinschaft, zusammen mit einer Dankeschön- und Informationsveranstaltung für den anstehenden Kommissionsbesuch aus Plauen. Dabei ist es tatsächlich gelungen, mit dem Film nicht nur Bürgermeister Volker Bachmann, sondern auch einigen anderen ein Tränchen zu entlocken. Der Applaus und die vielen positiven Rückmeldungen, machten noch einmal Mut für den Tag der Wahrheit.

Immerhin traten neben Waldkirchen noch vier weitere tolle Dörfer des Vogtlandkreises an. Neben Noßwitz (Kreis Elsterberg), Gunzen und Ellefeld, ebenso der Heinsdorfergrund. Dieser, gerade als Nachbargemeinde, wurde als besondere Herausforderung gesehen. Objektiv betrachtet kann der Ort mit vielen Dingen glänzen, die es in Waldkirchen nicht oder noch nicht gibt.

Der Mittwoch, 20.09.2017, startete verregnet. Und alle Aktivitäten waren für Draußen geplant. Die Nervosität aller Beteiligten stieg ins Unermessliche. Der Empfang der Kommission unter der alten Linde vor der Kirche, ein Ausblick über Waldkirchen vom Wachhübel aus, zwei Touren zu Fuß entlang der alten Steige durch die Höfe der Dorfbewohner und ein Abschluss unter freiem Himmel. Sollten jetzt alle Planungen der letzten Monate ins Wasser fallen? Pfarrer Frank Pauli drückte die Daumen, gewährte ein Geläut der Glocken beim Eintreffen der Kommission um 13 Uhr und das Bitten wurde erhört, der Himmel riss auf, die Sonne zeigte sich und es wurde ein gelungener Nachmittag. Der Abschluss der Tour fand im herrlichen 4-Seitenhof der Familie Limmer mit dem Motto „Waldkirchen live – Dorfleben erleben“ statt. Hier präsentierten sich eine Vielzahl von Vereinen, Handwerker, die Kirche, der Ortschaftsrat und privates Engagement. Der Jury wurde die Möglichkeit gegeben mit Leuten aus dem Dorf direkt ins Gespräch zu kommen. Einen tollen, humorvollen Akzent setzte hier der Auftritt der Neideitel und ihrer Enkelin.

Es folgten vier Wochen, warten auf die Einladung des Landratsamtes zur Verkündigung des Ergebnisses. Es waren Wochen voller Zweifel und Überlegungen, was man hätte vielleicht anders oder besser machen können. Es waren jedoch ebenso Wochen in denen, durch den enormen Zuspruch, was der Wettbewerb jetzt schon positives in der Gemeinschaft bewegt hat, der Entschluss gefasst wurde, wenn ein Weiterkommen nicht klappt, tritt Waldkirchen 2020 noch einmal an.
Am 25.10.2017 war es dann soweit. Im Schloss Leubnitz bei Plauen verkündete Landrat Keil den Sieger: „1.Platz – Waldkirchen mit 44,8 von 50 möglichen Punkten.“ Die Tatsache, dass Waldkirchen gewonnen und sich alle Mühe damit ausgezahlt hat, war kaum fassbar. Die Realisierung, das schönste Dorf im Vogtlandkreis zu sein, dauerte an. Als weiterer Höhepunkt wurde der Image-Film „Ich und mein W“ gezeigt und mit lobenden Worten, viel Applaus und wieder einigen Tränchen von Volker Bachmann gewürdigt.

Bei der Ausführung der Begründung durch die Juroren wurde deutlich, dass die Schwerpunkte, in der gesamten Präsentation von Waldkirchen, genau richtig gesetzt waren. Daher ist der Erfolg den vielen Menschen im Ort zu verdanken, die hinter der Idee, der Bewerbung und hinter einer gemeinsamen Zukunft stehen. Gerade hier wird wieder deutlich: Waldkirchen – Weil das WIR gewinnt.

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12. Dezember 2018 - 19:50 Uhr|0 Kommentare

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